Die Vereinsanlage --- Modellbahnanlage "Bahnhof Naunhof" in Epoche II

Unser Domizil ist das Haus der Vereine im Vereinsweg 1. Einfach vom Bahnhof immer an der Bahnstecke die Ladestraße lang, am REWE und Funkturm vorbei, über die Wurzener Straße (Achtung Straßenverkehr) und schon steht man vor dem „Städtischen Kindergarten“, dem Haus der Vereine.

Die Vereinsanlage stellt den historischen Bahnhof von Naunhof und seine Umgebung zwischen den Bahnübergängen Großsteinberger Straße und Wurzener Straße in der Zeit um das Jahr 1943 dar. Hier auf dem Bild dargestellt der Bahnübergang in der Großsteinberger Straße. Einzuordnen ist die H0 (Halb Spur 0)-Anlage im Maßstab 1:87 in die Epoche II. Das Modell erreicht eine Größe von ca. 11 Quadratmetern auf 6,70m * 1,60m.

Die Gleislänge beträgt ca. 50m es sind 28 Weichen und 4 Signale verbaut. Die Grundplatte besteht aus sieben Modulen, die teilweise in Rahmenbauweise erstellt sind. Das Ganze ruht auf Auflageböcken.

Info — Gestützt auf die Normen Europäischer Modellbahnen (NEM 800, Ziffer 2) gilt folgende Epocheneinteilung:

  • Epoche I --- 1835 - 1920 --- Länderbahnepoche
  • Epoche II --- 1920 bis 1950 --- Reichsbahn-Epoche
  • Epoche III --- 1949 bis 1970 --- Frühe Bundesbahn (D)- und Reichsbahn (DDR)-Epoche
  • Epoche IV --- 1965 bis 1990 --- Späte Bundesbahn (D)- und Reichsbahn (DDR)-Epoche
  • Epoche V --- 1990 bis 2010 --- Epoche der Deutschen Bahn AG
  • Epoche VI --- ab 2007 --- Epoche des liberalisierten Schienenverkehrs in Deutschland

Über das große mehrteilige Stellpult ist ein nach unseren Wünschen geregelter Fahrbetrieb mit mehreren Zügen möglich. Die analoge Steuerung verlangt dem „Personal“ eine hohe Konzentration und Übersicht ab. Hier konkret läßt es der Uli einfach mal rollen…

Die Donnerbüchsen haben am Bahnhof Naunhof am Gleis 1 Halt gemacht. In wenigen Minuten geht es ab in Richtung Grimma. Das Zugpersonal muss noch kurz die aktuelle Lage besprechen; …Ejh Paule morgen fallen mehrere Züge aus, der Kurt und der Heinz machen schon wieder krank…

Bis zu sechs Gleise hatte der Bahnhof in seiner Blütezeit, davon allein 3 Hauptgleise. Schaut man heute (2018) über den Bahnhof kann man noch 2 Gleise erspähen.

Zu unseren Fahrtagen können Interessenten den abwechslungsreichen Betrieb auf der historischen Anlage beobachten. Dabei werden zum Fahrbetrieb mindestens eingesetzt:

  • Personenzug - Dampflok BR64 mit 5 zweiachsigen Pesonen-Wagen ("Donnerbüchse")
  • Personenzug - Dampflok BR38 mit 4 vierachsigen Abteilwagen und ein Dienstabteilwagen DR
  • Güterzug - Dampflok BR57 mit 8 zweiachsigen Güterzugwaggons DR
  • Güterzug - Dampflok BR95 mit 4 vierachsigen Plattform-Waggons (Holztransport)
  • Diessellok Baureihe Köf II für Rangierbetrieb

Hier bereitet Wilfried die Ausfahrt einer neu zusammengestellten Garnitur vor, der im „Schattenbahnhof“ hinter der Gebäudekulisse der Ladestraße schon zu sehen ist.

Am Bahnübergang in der Wurzener Straße schnauft ein Personenzug heran, im Hintergrund ist unser Vereinsheim zu sehen. Der Zug kommt im wahren Leben aus Richtung Leipzig und fährt in einigen Sekunden am Bahnhof Naunhof ein.

An unseren Fahrtagen, wie z.B. am Heimatwandertag, werden wir tatkräftig von der Jugend unterstützt. Hier hat „Fan“ Max mit drei Zügen alle „Regler“ voll zu tun.

Unser Stellpult verdient gleich zwei Fotos, hier zeigen wir die rechte Seite Bereich „Schattenbahnhof“ mit dem  Hauptgleis und der Abstellgleise. Ein Trafo bedient den Innen-, ein Trafo den Außenkreis. Zum Rangieren und zur Zugzusammenstellung  benötigen wir den dritten Trafo. 

Der linke Teil des Stellpultes zeigt den „Bahnhofsbereich“ mit den sechs Bahnhofsgleisen in der Übersicht. Er ermöglicht die komfortable Steuerung der Hauptstrecke und der Nebengleise am Bahnhof Naunhof. Die drei DDR Piko Trafos vom Typ Fz1 (Fahr- und Zubehörtrafo) zeigen es, wir schalten und walten die Anlage „analog“.

Historisch halten wir uns in der Epoche II auf. Ein tolles Modell des damalig ansässigen Dampfsäge- und Hobelwerkes mit Holzgrosshandlung der Gebrüder Funke. Dort befindet sich heute ungefähr der REWE Supermarkt. Und man sieht damals wurde schon kräftig umgezogen, man hatte auch noch viele Möbel und Beiwerk, welches die „Möbelbumser“ transportierten. Im ersten Anhänger ist extra ein Abteil, damit die großen Burschen genug Platz finden.

Aus luftiger Höhe (Hubschrauber) ein Blick auf das Dach des Bahnhofes Naunhof. Weiter schweift der Blick zum Hotel „Stadt Leipzig“, der Stadt, die ca. 20 km entfernt liegt. Ein reger Publikumsverkehr von Reisenden sicherte auch diesem Hotel in Bahnhofsnähe reichlich Kundschaft.